"Vor allem Industrie betroffen" - DIW-Konjunkturchef Michelsen erwartet Stellenabbau

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht davon aus, dass Deutschland in diesem Jahr in eine Rezession schlittert und darunter auch die Beschäftigung sichtbar leiden wird. “Dies betrifft vor allem den Aufbau der Belegschaft in der Industrie. Wahrscheinlich wird hier die Stammbelegschaft zwar gehalten, aber kaum mehr Zeitarbeit nachgefragt werden”, sagte der DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Im Bereich der Dienstleistungen ist auch ein Stellenabbau denkbar.”

Das Coronavirus scheine die deutsche Wirtschaft nach den vorliegenden Zahlen recht kräftig zu erfassen, sagte Michelsen weiter: “Vor allem die Industrie dürfte betroffen sein, aber auch Dienstleistungen, wie das Gastronomiegewerbe, die Reisebranche oder die Luftfahrtindustrie.” Die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Hilfen wie die Liquidität der Unternehmen und Ausweitung des Kurzarbeitergeldes hätten sich in der Finanzkrise durchaus bewährt. Viel hänge davon ab, wie intensiv die Wirtschaft durch die Auswirkungen des Virus erfasst werde.

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