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Verlader VW testet neues Kommissioniersystem Pick-by-Local-Light

Thoralf Dietz, Erlangen
Seit März 2018 läuft in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden ein Test: Funktionalität und den Mehrwert des drahtlosen Pick-by-Local-Light System (PbLL) stehen hier auf dem Prüfstand.  Erste Durchläufe haben gezeigt, dass Aufträge durch das neue System doppelt so schnell abgearbeitet werden.

Bisher wird über Barcodes kommissioniert. Mitarbeiter scannen sie von Auftragslisten und an den Stellplätzen der Artikel mit einem Handscanner. Die Auftragslisten werden dabei in ausgedruckt und die Mitarbeiter tragen das Papier während des kompletten Prozesses mit sich. Wenn dabei jedoch der falsche Barcode gescannt wird  verschmutzte oder unleserliche Etiketten fehlerhaft eingelesen werden, sorgt das für höheren Zeitaufwand und Verzögerungen in der Kommissionierung.

Kommissionierprozesse werden effizienter

Das neue PbLL-System, das vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, entwickelt wurde, benötigt hingegen deutlich weniger Interaktion des Mitarbeiters: Die einzelnen Fachanzeigen an den Stellplätzen werden auftragsgenau über die Fraunhofer s-net®-Technologie angesteuert.

Das System führt die Mitarbeiter über mehrfarbige LEDs visuell durch den Kommissionierungsprozess. Der Kommissionier sieht einem Display die zu entnehmende Menge und bestätigt die Entnahme mit einer Quittierungstaste. Der Mitarbeiter kann sofort zum nächsten Artikel weitergehen.

Im direkten Vergleich konnten die Aufträge, die mit Hilfe des neuen PbLL-Systems kommissioniert wurden, doppelt so schnell abgearbeitet werden. Das System hat innerhalb des Volkswagen-Konzerns hohen Anklang gefunden, so dass inzwischen deutschlandweit Werke, darunter auch das Hauptwerk in Wolfsburg, Interesse am System bekundet haben.


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