Unternehmen müssen Lieferketten schon jetzt anpassen

Drei von vier Unternehmen weltweit erwarten durch das Coronavirus massive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Vier von zehn Firmen rechnen mit schwerwiegenden Folgen auf die eigene Marge. Ein Großteil der Unternehmen muss demnach sein Lieferketten-Management anpassen und deutlich stärker auf Automatisierung setzen. So lautet das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY unter 2.900 Managern weltweit.

Gunther Reimoser, Country Managing Partner von EY Österreich, erklärt: “Kurzfristig sind alle Stufen der Supply Chain betroffen.” Unternehmen müssen daher ihre Lieferketten entlang dieser Stufen in drei Bereichen analysieren und optimieren:

  1. Risiken durch mögliche Ausfälle von Lieferanten, beispielsweise durch Insolvenzen, müssen mittels einer Risikoanalyse bewertet werden.
  2. Unternehmen müssen analysieren, welche Transportwege oder Lagerungsmöglichkeiten beispielsweise durch Grenzschließungen unterbrochen werden könnten.
  3. Die Absatzplanung muss automatisch mit der Lieferkettenplanung verknüpft werden.

So können neue Entwicklungen sofort berücksichtigt werden. Laut EY arbeitet bereits mehr als die Hälfte der Unternehmen an der Transformation ihrer Lieferketten. 36 Prozent setzen verstärkt auf Automatisierung. Die Coronavirus-Krise wird laut 27 Prozent der Befragten vor allem die Automobilindustrie betreffen, 23 Prozent erwarten starke Auswirkungen auf den Maschinenbau. 15 Prozent prognostizieren düstere Zeiten für den Handel.

Globus24/UF/PROMV/07.04.2020

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