Zoll – Incoterms

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Incoterms im Warenverkehr

Wer im Bereich Import und Export arbeitet kommt an den sog. Incoterms nicht vorbei. Dabei handelt es sich um freiwillige Klauseln, die den Warenverkehr regeln. Aufgestellt wurden diese erstmals 1936 vom International Chamber of Commerce (Abkürzung: ICC, deutsch: Internationale Handelskammer).

Incoterms Schulung

Incoterms® und internationale Verträge

Incoterms – Was regeln sie?

Die Incoterms regeln die Rechte und Pflichten zwischen Käufer und Verkäufer – das heißt zwischen Importeur und Exporteur –  im internationalen Warenverkehr. Dabei geht es vor allem darum, wer Kosten- und Risiko (Gefahrübergang) übernimmt.

Incoterms – Wann gelten sie?

Die Incoterms sind keine gesetzlichen Vorgaben. Es handelt sich um freiwillige Klauseln, die nur dann in Kraft treten, wenn sie ihm Rahmen des Vertrages zwischen Käufer und Verkäufer in beidseitigem Einverständnis aufgenommen werden und genau geregelt ist, welche Klauseln zum Einsatz kommen. Dabei muss auch die gewählte Fassung – z.B. Incoterms 2010 – explizit genannt werden.

Die Incoterms gelten weltweit als Standard und lassen sich sowohl im nationalen als auch im internationalen Warenverkehr anwenden.

Incoterms – Was hat sich in der aktuellsten Fassung geändert?

Seit 1.1.2011 ist das Klauselwerk der INCOTERMS® in der neuen Fassung von 2010 in Kraft. Die neue Fassung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Anzahl der Klauseln von 13 auf 11 reduziert und gleichzeitig 2 neue Klauseln eingeführt wurden. 7 davon sind multimodal, 4 der Klauseln sind nur Bereich See- oder Binnenschifftransport einsetzbar.

Incoterms – Welche Gruppen gibt es?

Insgesamt werden vier verschiedene Gruppen unterschieden. Die Regelungen unterscheiden sich dadurch, wer jeweils die Haupttransportkosten sowie die Gefahr übernimmt.

  • C-Klauseln: Werden die C-Klauseln angewandt, werden die Transportkosten vom Verkäufer getragen, das Risiko trägt jedoch der Käufer mit der Übergabe der Ware an den Frachtführer des Haupttransportes. Zur C-Gruppe gehören die Klauseln CFR, CIF, CPT und CIP.

 

  • D-Klauseln: Bei den D-Klauseln handelt es sich um Ankunftsklauseln. Die zugehörigen Klauseln sind DAP, DAT und DDP. Bei ihrer Anwendung übernimmt der Verkäufer Kosten und Gefahren bis zum Bestimmungsort.

 

  • E-Klausel: Die E-Klausel – EXW – ist eine sog. Abholklausel. Dabei kann der Käufer die Ware an einem vom Verkäufer benannten Ort (eigenes Gelände oder anderer Ort) abholen. Die Transportkosten sowie das Risiko liegen somit beim Käufer.

 

  • F-Klauseln: Finden die F-Klauseln (FCA, FAS, FO) Anwendung, so übernimmt der Käufer die Transportkosten. Das Risiko geht mit der Übergabe der Ware an den Frachtführer des Haupttransportes auf ihn über.