Sentix - Coronavirus lässt Weltkonjunktur einbrechen

Die globale Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stürzt nach Einschätzung des Sentix-Instituts die Weltwirtschaft in eine Rezession. Nie zuvor seien die Konjunkturindikatoren von Sentix innerhalb eines Monats in allen Weltregionen so deutlich eingebrochen, teilte das Institut mit. Der globale Konjunkturgesamtindex fällt im März von plus 8,1 auf minus 12 Punkte. “Damit reiht sich der aktuelle Einbruch in eine unrühmliche Kette: Lehman (2008), Fukushima (2011) und die Ölkreditkrise (2016)”, hieß es von Sentix.

Der Konjunkturindex des Euroraums stürzte auf minus 17,1 (Vormonat: plus 5,2) Punkte. Der Lageindex fiel auf minus 14,3 (plus 4,0) und der Erwartungsindex auf minus 20,0 (plus 6,5). Der Rückgang des Gesamtindikators um mehr als 22 Punkte stellt einen Negativrekord dar. Für die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde sei dies eine große Bewährungsprobe, erklärte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Die Anleger forderten dringend ein Signal der Notenbank.

Der von Sentix erhobene deutsche Konjunkturindex fiel auf minus 16,9 (plus 4,5) Punkte. Der Index der Lagebeurteilung fiel auf minus 13,3 (plus 4,3) und der Index der Geschäftserwartungen auf minus 20,5 (plus 4,8). “Jetzt, wo die Rezession als sicher gelten könnte, sollte die Politik endlich aufwachen und der Wirtschaft zwei wichtige Botschaften vermitteln”, forderte Hübner: “Wir helfen euch, die aktuellen Lasten zu tragen und danach unterstützen wir den Aufschwung.”

Auch global dominiere das gleiche Bild, erläuterte Hübner. Die Region Asien ex Japan falle ebenso in eine Rezession zurück wie Europa oder Japan. In den USA sei die Lage aufgrund der zuvor sehr robusten Lage besser, doch auch dort sei ein Abschwung zu erwarten.

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