12. März 2019

Neue Anforderungen im Ursprungszeugnis für den Eurasischen Wirtschaftsraum (EAWU)

Der Eurasischen Wirtschaftsunion bestehend aus der Russischen Föderation, Weißrussland (Belarus), Kasachstan, Kirgisistan und Armenien, verlangt seit Anfang 2019 bei der Ausstellung von Ursprungszeugnissen für die Einfuhr bestimmter Waren in ihre Mitgliedsstaaten zusätzlich zum Ursprungsland auch die Angabe von Hinweisen zu den der Ursprungsermittlung zugrundeliegenden Vornachweisen, z.B. Positionswechsel oder Werteregel.

Grundsätzlich können Unternehmen die Ursprungsnachweise entweder in Form einer Ursprungserklärung des Unternehmens oder eines Ursprungszeugnisses der zuständigen IHK vorlegen. Diese Wahlmöglichkeit besteht jedoch nicht bei Waren, bei denen Maßnahmen zum Schutz des Inlandmarktes gemäß dem EAWU-Abkommen zu Anwendung kommen. Dazu gehören beispielsweise Waren, deren Einfuhr mengenmäßig durch Quoten oder andere nichttarifäre Regelungen beschränkt ist.

Bei Nichtvorlage der gewünschten Nachweise, sind je nach Fall Sonder-, Anti-Dumping oder Ausgleichszölle zu zahlen. Warensendungen mit einen Zollwert unter 150 USD, sind von dieser Vorlagepflicht befreit.

Quelle: GTAI

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