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Import | Export Auf Verbote für quecksilberhaltige Produkte einstellen

März 2018

Innerhalb der EU soll in den kommenden Jahren die Verwendung von Quecksilber auf ein Minimum reduziert werden. Das regelt eine neue EU-Quecksilberverordnung, die auch Ein- und Ausfuhren betrifft.

Uta Fuchs, Ratzeburg
Die EU-Quecksilberverordnung verbietet die Ausfuhr bestimmter Quecksilberverbindungen, die Ein- und Ausfuhr bestimmter Quecksilbergemische sowie die Herstellung und das Inverkehrbringen neuer Produkte, die Quecksilber enthalten. Ab 31.12.2018 gelten Aus- und Einfuhr- sowie Herstellungsverbote für bestimmte Lampen (Hochdruck-Quecksilberdampflampen, Kompaktleuchtstofflampen).

Die Maßnahmen wurden beschlossen, weil von Quecksilber erhebliche Gefahren für die Gesundheit des Menschen, die natürliche Tier- und Pflanzenwelt sowie die Ökosysteme ausgehen können.

Außerdem regelt die EU-Quecksilber-Verordnung folgendes:

Seit Jahresbeginn sind alle Herstellungsprozesse verboten, bei denen Quecksilber oder Quecksilberverbindungen als Katalysator verwendet werden.

Zahnmedizinische Einrichtungen, die Dentalamalgam einsetzen müssen ab 1. Januar 2019 Amalgamabscheider einsetzen, um Quecksilberreste aus Flüssigkeiten und Abwässern sicher aufzufangen.

Ab 1. Juli 2019 darf Dentalamalgam nicht mehr für die zahnärztliche Behandlung von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von Schwangeren oder Stillenden verwendet werden.

Darüber gelten weiter Einschränkungen und Verwendungsverbote. Die Verordnung wurde 2017 beschlossen. Sie setzt das so genannte Minamata-Übereinkommen um, mit dem der Einsatz von Quecksilber weltweit drastisch eingeschränkt werden soll. Deutschland ist seit dem 14.12.2017 Vertragspartei dieses Übereinkommens.

(Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)


Weitere wichtige Regelungen finden Sie in unserem Praxishanbuch Import | Export



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