IHK befürchtet schweren Dämpfer für bayerische Exporte

Die bayerische Exportwirtschaft muss sich nach Ansicht der IHK für München und Oberbayern auf ein schwieriges Krisenjahr einstellen. Zwar sind die bayerischen Ausfuhren nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bislang nur um 2,6 Prozent gesunken. „Für das Gesamtjahr 2020 müssen wir allerdings mit zweistelligen Rückgängen rechnen“, warnt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

Gößl: „Deutlich zweistelliges Minus bei den Ausfuhren fürs Gesamtjahr zu erwarten“‎.

Laut einer aktuellen IHK-Umfrage erwarten 80 Prozent der weltweit engagierten Unternehmen als direkte Folge der Pandemie einen Rückgang ihrer Auslandsumsätze. 15 Prozent der Unternehmen gehen sogar davon aus, dass sich ihre Jahresumsätze mehr als halbieren werden.

Gößl unterstreicht, dass die stark exportorientierte bayerische Wirtschaft mit ihren Leitindustrien Fahrzeug- und Maschinenbau besonders unter der weltweiten Corona-Krise leiden werde. Die IHK-Umfrage im Verbund mit den deutschen Auslandshandelskammern hat ebenso ergeben, dass die Unternehmen nicht nur eine geringere Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen verzeichnen, sondern dass auch Reiseeinschränkungen, die Absage von Messen oder die Stornierung von Aufträgen die Geschäftstätigkeit stark einschränken.

Ihk-muenchen.de/PROMV/28.04.2020