Hydro mit einer rückläufigen Nachfrage konfrontiert

Der Aluminiumkonzern Hydro reduziert oder stoppt seine Produktion an einigen Standorten weiter, um schwächeren Bestellungen und Abrufen gerecht zu werden. Denn die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie beeinträchtigen zunehmend den Betrieb von Kunden, teilte der Erzeuger mit. Aus Sicht von Hydro sind die Auswirkungen der Coronavirus-Situation bislang am deutlichsten in der Automobilbranche sowie in Teilen des Baugewerbes sichtbar, am deutlichsten in Südeuropa.

Daher legt der Geschäftsbereich Primärmetalle zwei europäische Recyclingbetriebe, in Frankreich und in Luxemburg, in den nächsten Tagen vorübergehend still. Der Geschäftsbereich Extruded Solutions hat bereits einige Aktivitäten, vor allem in Südeuropa, reduziert oder vorübergehend geschlossen. Abhängig von weiteren staatlichen Maßnahmen, die in verschiedenen Ländern und Regionen eingeführt werden, sowie der Situation auf der Nachfrageseite ergreift Hydro nach eigenen Angaben alle notwendigen Maßnahmen, um den Betrieb und die Lieferungen an die Kunden so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Das Notfallteam von Hydro arbeite zu diesem Zweck eng mit allen Geschäftsbereichen zusammen, um die Notfallplanung und die Maßnahmen zur Schadensbegrenzung im gesamten Unternehmen zu überwachen und zu koordinieren, heißt es.

Der Berieb im Geschäftsbereich Walzprodukte läuft bisher größtenteils noch normal. Für die kommenden Tagen erwartet Hydro aber auch hier Auswirkungen, da Kunden die Produktion in Europa, insbesondere im Automobilsektor, einstellen..

MBI/crb/24.3.2020