Epidemie belastet - VDMA erwartet 2020 Produktionsminus von 5 Prozent

Das deutsche Baugewerbe hat von der Bundesregierung konkrete Maßnahmen gefordert, um die Liquidität der Unternehmen in der Coronavirus-Krise zu sichern. “Ziel muss sein, den Unternehmen Handlungsspielraum zu geben”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa. “Für die vielen kleineren und mittelständischen Betriebe des Baugewerbes brauchen wir gezielte Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität.” Dies habe in der jetzigen Situation eine höhere Wirksamkeit als Konjunkturprogramme.

“Die Liquidität der Bauunternehmen muss jetzt sichergestellt werden”, verlangte Pakleppa. Dazu solle die seit 2005 geltende Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge zurückgenommen werden. “Hier muss nun nachjustiert und den Betrieben Zeit verschafft werden.” Gleiches gelte im Steuerrecht. Nötig seien eine Flexibilisierung der Soll-/Ist-Besteuerung und eine größere Wahlmöglichkeit für Unternehmen. Müssten die Betriebe die Umsatzsteuer erst zahlen, wenn die Rechnung tatsächlich beglichen wurde, verschaffe das einen zusätzlichen Liquiditätsvorteil. Nicht zuletzt sei es nun erforderlich, die Kreditvergabe durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Bürgschaftsbanken zu beschleunigen und mit entsprechenden Schnellverfahren für zusätzliche Liquiditätshilfen zu sorgen, forderte der Hauptgeschäftsführer des ZDB.

 

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