Containerumschlag-Index: Absturz im Februar

Der Containerumschlag-Index des RWI und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Februar um 10,9 Punkte abgestürzt. Das ist der stärkste jemals beobachtete monatliche Rückgang. Treibende Kraft der Entwicklung waren die chinesischen Häfen, teilte das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung mit. Zugleich wurde der Index für Januar um 2,2 Punkte auf 113,4 nach unten korrigiert.

Treibende Kraft des Rückgangs waren die chinesischen Häfen, aber auch die Häfen an der Westküste der USA schlugen deutlich weniger Container um. In den USA wirkte der Handelskonflikt mit China belastend, während die Folgen der Coronavirus-Pandemie hier bislang gering waren. “Diese dürften sich erst im März zeigen”, kommentierte das RWI.

In China dürfte das Minus vor allem fehlende Verladekapazitäten widerspiegeln, weil viele Arbeitskräfte nach dem Chinesischen Neujahrsfest aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen verspätet in die Häfen zurückkehrten. Die aufgrund des Coronavirus gesunkene Industrieproduktion und die deshalb sinkenden Ein- und Ausfuhren dürften sich erst im März voll bemerkbar machen, heißt es. Die aktuelle Schnellschätzung stützt sich auf Angaben von 44 Häfen, die rund 65 Prozent des im Index abgebildeten Umschlags tätigen.

MBI/emv/24.3.20209

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