Angestellte brauchen Unterstützung im Home Office

Eine Umfrage aus Großbritannien zeigt, mit welchen Problemen Arbeitgeber rechnen sollten, wenn sie Beschäftigte in Home Office schicken. Die Daten von der Insel dürften zumindest tendenziell auch für deutsche Unternehmen interessant sein. Nur jeder zweite Angestellte in Großbritannien gewöhnt sich in Zeiten des Coronavirus an das ständige Arbeiten von zu Hause aus. Home-Office-Betrieb belastet die Psyche stark. Viele wünschen sich daher den Normalzustand so schnell wie möglich zurück. Das ergab die eine Umfrage des Kommunikationsunternehmens Moneypenny.

Beschäftigte sind vor allem frustriert, weil ihre Unternehmen ihnen nicht die nötigen Ressourcen geben, um ein voll funktionierendes Home Office aufbauen zu können. “Viele Firmen verlassen sich darauf, dass ihre Angestellten bereits die nötigen Mittel haben, um effektiv von zu Hause zu arbeiten. Aber Unternehmen sollten überprüfen, was ihre Mitarbeiter brauchen und das auch bereitstellen”, sagt Moneypenny-CEO Joanna Swash.

Moneypenny hat die Umfrage unter 2.000 Beschäftigten in Großbritannien durchgeführt. 52 Prozent haben sich demnach an das Home Office gewöhnt und kein Problem mit einem längeren Lockdown. 37 Prozent der Befragten fühlen sich hingegen schwer belastet, können aber noch weitermachen. Sechs Prozent sehen sich jetzt schon nicht mehr in der Lage, weiter von zu Hause aus zu arbeiten.

Mehr als die Hälfte der Angestellten haben von ihren Arbeitgebern keine Unterstützung erhalten, um den Übergang zum Home Office leichter zu machen. Nur 16 Prozent haben Geld oder Gutscheine erhalten, um sich notwendige Materialien zu kaufen und lediglich 13 Prozent hatten vor dem Lockdown bereits ein funktionsfähiges Home Office eingerichtet.

Die Arbeitszeiten verringern sich durch den Lockdown für einige Angestellte, 17 Prozent der Befragten fühlen sich deswegen sogar schuldig. Auch die Kommunikation mit Kollegen hat sich durch die Isolation stark reduziert, 72 Prozent sprechen regelmäßig nur im zeitlichen Abstand von einem Tag miteinander.

Globus24/UF/PROMV/20.04.2020