23. Oktober 2019

Abfälle im Unternehmen sicher entsorgen - Tipps für Ihre Unterweisung

Auf dem Betriebsgelände von Verladern fallen unterschiedlichste Abfälle an. Dabei gibt es einige Risiken, die bei der Entsorgung häufig unterschätzt werden. Ein Trainer berichtet von seinen Erfahrungen bei der Mitarbeiterunterweisung zu diesem Thema.

(Joachim Boenisch, Hamburg) Das Hauptrisiko bei der Entsorgung im Unternehmen sind sogenannte Fehlwürfe. Das heißt, dass Abfall – auch gefährlicher Abfall – in dem falschen Behälter landet. Gerade zurzeit stellen wir häufig fest, dass nicht zwischen konventionellen und Lithiumakkus bzw. -Batterien unterschieden wird, obwohl es zwei unterschiedliche Sammelbehälter gibt.

Weil so langsam die Gewerbeabfallverordnung in den Betrieben umgesetzt wird, steigt die Zahl der unterschiedlichen Abfallsammelbehälter. Wer schon zu Hause den Müll trennt, sollte damit nicht überfordert sein. Es gibt aber noch viele Bereiche, in denen es technisch nicht möglich ist, den Abfall zu trennen und dann auch getrennt abholen zu lassen. So gibt es in Hamburg-Altona, da befindet sich unser Büro, keine Gelbe Tonne bzw. keinen Gelben Sack und somit eigentlich keine Trennung. Wir haben dann schließlich eine Tonne besorgen können. Doch damit gehen die Probleme weiter. Das Büro ist im 6. Stock, die Tonne steht im Keller. Wenn dann auch noch jemand daran denkt, die Tonne herauszustellen, ist nicht sicher, dass sie Tonne auch entleert wird.

In Unterweisungen das Interesse der Mitarbeiter wecken

Für Unterweisungen brauchen interne und externe Trainer heute immer wieder neue Ideen bei der Vermittlung. Das Wissen um die Zusammensetzung der Gruppe wird immer wichtiger. Führungskräfte wollen kurz und effizient unterwiesen werden und sofort wissen, wofür sie verantwortlich sind. Beschäftigte haben mehr Zeit und freuen sich auf eine kleine Abwechslung ihres oft eintönigen Arbeitstages. Hier ist es sinnvoll, die Teilnehmer in ihrer Erfahrungswelt „abzuholen“. Als Einstieg eignen sich Bilder, Berichte oder kleine Filme von themenbezogenen Unfällen. Die eigentliche Wissensvermittlung sollte kurz und
ganz auf das Unternehmen und die spezielle Tätigkeit ausgerichtet sein.

Das eben Gelernte gleich praktisch umzusetzen, erhöht die Nachhaltigkeit der Unterweisung. Wir unterweisen z.B. die Zusammenlagerungsverbote von Gefahrstoffen. Hierzu haben wir für die einzelnen Lagerklassen Memorykarten erstellt und die Teilnehmer dürfen das Kartenpaar behalten, wenn die Zusammenlagerung erlaubt ist.

Umsetzung im Alltag erleichtern

Wie schafft man es, dass Mitarbeiter die Verhaltensregeln nicht nur in der Unterweisung aufnehmen, sondern auch dauerhaft umsetzen? Das hängt ganz von dem Unternehmen und seiner Größe ab. Konzerne benötigen globale IT-Lösungen, die einfach und im Intra- bzw. Internet verfügbar sind. Die Versorgung mit Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) kann über einen internen Webshop erfolgen, hier sollten dann aber auch gleich die jeweiligen Anleitungen hinterlegt werden, da diese häufig gleich in der Altpapier oder Restmülltonne landen und dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Welche Handschuhe zu verwenden sind, ist der Betriebsanweisung und dem Handschuhplan zu entnehmen. Schön, wenn diese dann auch im PSA-Webshop zu bekommen sind.

Bei kleineren ISO 9001:2015 zertifizierten Unternehmen kann es am wirkungsvollsten sein, das Thema in Arbeitsanweisungen zu hinterlegen und auf diese dann auch in der Unterweisung hinzuweisen.

Bei sehr kleinen Unternehmen muss alles selbst ablaufend organisiert werden. Die richtigen Handschuhe liegen schon auf dem Farbeimer. In den Waschräumen gibt es nur die ausgewählten Handreinigungs- und –pflegeprodukte und nichts anderes.

Seien Sie kreativ

Eine Lösung von der Stange ist selten die gute und richtige. Hören Sie zu, wenn die Beschäftigten Ihnen etwas erzählen: Was hat schon einmal nicht funktioniert? Das brauchen Sie dann auch nicht erneut einzuführen. Was funktioniert, das sollten Sie für Ihren Bereich adaptieren. Lernen Sie mit den Augen: Wie machen es andere? Nutzen Sie die Möglichkeiten der Fortbildung, gerade BG-Veranstaltungen geben viel Raum zur Kommunikation. Auch der Besuch anderer Unternehmen kann sehr hilfreich sein.

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